Erkrankungen der Achillessehne

Wenn man eine Treppe hinauf springt, können an der Achillessehne leicht Zugkräfte bis zu 500 kg auftreten. Die Achillessehne ist zwar die kräftigste Sehne in unserem Körper, ihre starke Beanspruchung führt allerdings häufig zu Beschwerden. Es werden typischerweise Schmerzen im hinteren Fersenbereich angegeben.

Die Achillessehne kann auf verschiedene Weise Schaden nehmen:

Beim Achillessehnenriss ist die Sehne teilweise oder komplett gerissen. Je nachdem, an welcher Stelle genau der Riss auftritt, spricht man von einem körpernahen, körperfernen oder zentralen Riss.

Bei der sogenannten Ansatztendinose ist der Übergang zwischen der Sehne und dem Knochen entzündet. Besteht diese entzündliche Reizung dauerhaft, können sich schmerzhafte Verkalkungen innerhalb der Sehne bilden.

Wenn ein knöcherner Vorsprung an der Oberkante des Fersenbeins zu einer Reizung führt, nennt man dies eine Haglund-Exostose (Fersenhöcker). Meist liegt dabei gleichzeitig ein chronisch entzündeter Schleimbeutel vor. Der dauerhafte Entzündungsreiz führt zu weiterem Knochenanbau sowie zur Bildung von Narbengewebe. Dadurch wird die Ferse immer dicker und die Beschwerden nehmen zu.

Manche Erkrankungen der Achillessehne entstehen auch durch Verschleiß oder Abnutzung. Hier ist meist der mittlere Sehnenanteil betroffen. Durch eine besondere Formvariante des Fersenbeins kann es im Ansatzbereich der Achillessehne zu einer Reizung und Schleimbeutelentzündung an der Ferse kommen.

Therapie

Wenn die Schmerzen durch Schuheinlagen und Schuhzurichtungen nicht ausreichend verbessert werden können, ist im Falle einer Haglund-Exostose eine Entfernung des knöchernen Auswuchses und des Schleimbeutels sinnvoll. Manchmal ist hierzu sogar eine Ablösung und Neu-Anheftung der Achillessehne erforderlich. Die Nachbehandlung richtet sich letztlich nach dem exakten operativen Verfahren und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Arztteam Fußchirurgie

Frank Käber

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie
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